So machst du überall Feuer - SOTA Outdoor CH

So machst du überall Feuer

Egal wo, egal welche Situation. Das Feuer ist ein MUSS. Ich zeige dir Techniken und Tips wie es immer funktioniert - am besten mit dem

Light My Fire - Feuerstarter

Richtig Feuer machen. Tips und Tricks

Grundsätzliches

Schon bei +10° können beim Leben im Freien die Reaktionen verlangsamt werden. Bei gleichzeitigen auftreten von Nässe und Wind können auch Erfrierungen die Folge sein. Feuer hilft, die normalen psychologischen Funktion des Menschen zu erhalten und Kälteschäden zu vermeiden.

Im Einzelnen wird Feuer benötigt, um:

  • sich, den Unterschlupf oder die Unterkunft zu wärmen,
  • die Verpflegung zu zubereiten,
  • Trinkwasser ab zu kochen,
  • Bekleidung zu trocknen.

Nach der Versorgung mit Wasser kommt dem Feuer die größte Bedeutung im Überlebensfall zu.

Vorbereitung

Bevor man ein Feuer entzündet, muss man sich über seinen Zweck im Klaren sein. Grundsätzlich ist zu beachten:

  • Feuer braucht Sauerstoff und damit Luftzufuhr
  • Feuer im Shelter, Zelt oder Unterschlupf dürfen nur bei ausreichend reichender Belüftung und Entlüftung entzündet werden (Gefahr durch Kohlenmonoxidvergiftung)
  • Feuerstellen dürfen nicht unter schneebedeckten Bäumen entzündet werden! Der Schnee taut und löscht beim herunterfallen das Feuer
  • Feuer ist vor starkem Wind zu schützen - Achtung Funkenflug
  • große Feuer sind zu vermeiden, kleine Feuer erfordern weniger Brennstoff und lassen sich besser regulieren
  • um das Feuer unterhalten zu können muss immer genügend Brennstoff bereit liegen
  • das Feuer muss immer von der Windseite her angezündet werden
  • das Feuer darf nach dem anzünden nicht durch zu schweres Brennmaterial ersticken
  • Feuerstellen sollten tiefer liegen als die Schlafstellen - Wärme steigt nach oben!

 

Kurze Infos über Holz:

  • Weichholz brennt schnell ab, erzeugt eine helle Flamme und gibt wenig Glut
  • Hartholz brennt langsam ab und ergibt lang anhaltende Glut.
  • Nadelholz brennt meist auch feucht gut, weil es harzhaltig ist.

Bezogen auf seine Verwendung des Holz wie folgt einzuteilen

  • Zunder,
  • Anzündmaterial
  • Brennholz

 

Ich empfehle folgender Zunder:

  • Birkenrinde - sehr Ölhaltig, fast überall in Mengen zu finden, brennt auch bei Nässe!
  • Trocknerfusseln, ja unkonventionell aber wirklich sehr gut! Einfach das Sieb aus dem Trockner mal leeren. Diese feinen Textilfasern brennen wie der Teufel nach einem Funken!
  • Cloth Zunder - dafür ein fetzen Tshirt oder andere Baumwolle in eine Dose/ Büchse oder sonstiges Gefäß aus Metall mit Deckel legen. Das Gefäß an dem Deckel mit kleinen Löchern versehen. Nun das Geschlossene Gefäß mit dem Textil Fetzen auf ein Gaskocher oder ins Feuerstellen bis kein Rauch mehr aus dem Gefäß kommt. Die Textilien wurden nun vollständig verkohlt und sind schwarz und porös. Durch Kontakt mit einem Funken fangen diese sofort an lange zu glimmen und daher eignen diese sich sehr gut als Zunder. Überall auffindbar und schnell hergestellt.
  • Hartz von Nadelbäumen - bei verletzten Nadelbäumen kann häufig so genannte Harz-Augen erkennen. Dadurch versucht sich der Baum selber wieder heilen. Gut für uns, den das Harz ist reines Gold wenn es um Zunder geht.
  • In kleinen Teile gebrochene Nadelholz-Reisig
  • Kienspan - das “Gold des Waldes” ist nicht einfach und schnell zu finden. Die Suche wird aber durch einen starken und lang haltenden Zunder belohnt!

 

 Ich hoffe diese Tipps sind Wertvoll für dich ! Und jetzt, raus mit dir in die Natur!

Grüße, SOTA

Feuer machen. Tipps zum Feuermachen.